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Weshalb verstecken viele Unternehmen ihre Inhalte hinter schönen Stockfotos und Animationen?

Ich habe 1998 gelernt, wie man das sogenannte CD Authoring, Multimedia CD's erstellen mit Macromedia Director, bewerkstelligt.

Etwa 2000 wurde das Internet etwas schneller. Die Browser wurden schon mit Shockwave und Flash ausgeliefert, was es uns möglich machte, Inhalte, welche bisher nur mit Multimedia CD transportiert werden konnten, via Internet zu verbreiten.

Hier ging es um Inhalte, welche mit den Möglichkeiten von reinem HTML nicht zu transportieren waren. Ich habe aber schon da schnell bemerkt, dass eine Webseite mit Inhalt und Funktionalität den Kunden und ihren Webseitenbesuchern mehr Wert bietet als eine schön gestaltete Seite, welche aber statisch daherkommt. Ein gutes Beispiel ist eine der ersten Webagenturen, welche sich mit einem bombastischen Flashauftritt im Internet einen Namen gemacht hat, war eye4y.com 1998. Das Problem an solchen Seiten ist, dass sie viele Ressourcen für Design binden und um den Inhalt weiter zu entwickeln, müsste man das Design anpassen oder verändern. Es ist schlicht nicht mehr möglich, via Datenbank Content einfliessen zu lassen. Nichtsdestotrotz war Flash ein Werkzeug mit dem man auch Inhalte dem Kunden näherbringen konnte, welche sonst nicht verfügbar gewesen wären. Eine der ersten Webseiten, welche dank Flash zu weltweitem Ruhm verholfen wurde, war tatsächlich youtube.com. Ohne Flash hatte man nicht auf allen Webbrowsern so einfach Videos streamen können.

Wie komme ich jetzt von Parallax auf Flash? Unter den Webdesignern hat sich zwischen 2006 und 2008 so etwas wie Webstandards durchgesetzt. Es gibt zwar Designer welche sich heute noch nicht darum kümmern, aber die Websites, welche sie produzieren, werden auch nicht auf Seite eins bei Google gelistet.

Um was geht es? Webstandards helfen Menschen sich schnell und einfach auf eurer Webseite zurechtzufinden. Und dies auch wenn sie schlecht sehen oder gar blind sind, die Sprache nicht perfekt beherrschen oder die Webseite auf einem Gerät anschauen, welches ihr gar nicht bedacht habt, z. B. ein Fernseher.

Diese Entwicklung hat sich noch vor dem Responsive Webdesign durchgesetzt und hat auch geholfen, dass Maschinen und Suchmaschinen die Webseiten besser indexieren konnten. Man hat also mit besser strukturierten Websites nicht nur Kunden glücklich gemacht, sondern auch Suchmaschinen Plätze gewonnen.

Responive Webseiten kamen nach der Lancierung des ersten iPhone 2007 auf und haben sich nahtlos in die Webstandards und aufkommenden strukturierten Daten eingegliedert. Als dann aber 2012 die Parallax Webseiten aufgekommen sind, habe ich mich gefragt, ob wir aus der Geschichte mit Flash nichts gelernt haben.

Die Wartung solcher Websites ist praktisch unmöglich, oder es ist ein Grafik-Designer der mittels WYSIWYG Editor die Webseite wartet, was aber die Funktionalität oder das Entwickeln von speziellen Programmierungen für die Kunden praktisch verunmöglicht.

Beispiele für solche Websites:
melanie-f.comgiampierobodino.comboy-coy.com

Weshalb werden nun Webseiten auf diese Art designt?

Ein guter Grund kann sein, dass der Kunde ein konstantes Angebot hat, welches man visuell mit Parallax umsetzen kann. Ein eher schlechter Grund ist, dass der Kunde keine Ahnung hat, was er mit der Webseite bezwecken möchte. Der Designer punktet mit einem Webseiten Rohbau, bei dem man noch Titel einfügt und fertig ist die Seite. Manchmal sind die Bilder nicht einmal vom eigenen Unternehmen, sondern stammen direkt aus einem Template. Wenn ein Kunde aber einen Webshop betreiben möchte, oder strukturierte Daten, wie ein Veranstaltungskalender, seinen Kunden auf dem Netz zugänglich machen möchte, dann ist Parallax sicher der falsche Ansatz.